Psychotherapie

Das seltsame Paradoxon ist, dass, wenn ich mich so akzeptiere, wie ich bin, ich die Möglichkeit erlange, mich zu verändern.

Carl Rogers (1956)

Die Personzentrierte Psychotherapie basiert auf einem humanistischen Zugang zum Menschsein: Für die Psychotherapie bedeutet dies, dass Sie als Person mit Ihren Gefühlen, Werten, Wünschen und Zielen, also Ihrem ganzen Gewordensein, im Mittelpunkt stehen.

Carl Rogers, Begründer der Personzentrierten Psychotherapie, beschrieb einfühlendes Verstehen, unbedingt positive Beachtung und Authentizität als Grundbedürfnisse des Menschen und notwendige Voraussetzungen für persönliche Entwicklung. Das bedeutet, dass eine Person sich dann aus sich selbst heraus verändert, wenn ihr*/ihm* eine Beziehung angeboten wird, die von Einfühlungsbereitschaft, Wärme, Annahme, Verständnis und Echtheit geprägt ist.

Aus psychotherapeutischer Sicht vertraue ich darauf, dass jedes Individuum in einer entsprechend vertrauensvollen Atmosphäre seine*/ihre* Potentiale zur Entfaltung nutzen kann. In der therapeutischen Arbeit versuchen wir Ihr Erleben im Hier & Jetzt zu erkunden, anzunehmen und zu verstehen.

Im Lauf des therapeutischen Prozesses können Ihre eigenen Ressourcen (wieder) freigelegt werden, Selbstachtung wachsen, sich Symptome mildern, neuer Sinn und mehr Zufriedenheit entstehen.

Personzentrierte Psychotherapie kann passend sein, wenn Sie sich in einem Leidenszustand, einer Lebenskrise oder einer (inneren oder äußeren) Konfliktsituation befinden, durch die Ihre Alltagsbewältigung, Ihre Beziehungsführung und/oder Ihre Selbstverwirklichung erschwert sind. In einer Psychotherapie kann es auch um weitreichendere (Lebens-)Themen gehen, bei denen Sie Unterstützung suchen.

  • Angst und Zwang
  • Depression, Anpassungsstörungen, Belastungsreaktion
  • Stress, Burnout, Verstimmung
  • Prokrastination
  • Schlafstörungen
  • Psychosomatik, Hypochondrie
  • Stimmenhören, Psychoseerfahrungen
  • Hochsensibilität
  • Beziehung
  • Beruf
  • Angehörigenarbeit
  • Sexualität, Gender (LGBTIQA+)
  • Persönlichkeitsentwicklung

Ausgewählte Zitate

„Eine Person ist ein beweglicher Prozess, keine starre und statische Einheit; ein Fluss der Veränderung, nicht ein Block festen Materials; eine sich kontinuierlich ändernde Konstellation an Möglichkeiten; kein fixiertes Set an Wesenszügen.“

„Es geht nicht darum, das Gefühl aus dem Kopf zu verbannen, oder es zu verstecken, sondern es mit Akzeptanz zu erleben.“

„Stark ist der Wunsch in uns erkannt zu werden, wirklich erkannt durch uns selbst und andere, wenn auch nur für einen Moment.“

Carl R. Rogers (1956, 1961)

„Am Anfang ist immer der Zweifel. Manchmal wünschte ich, ich könnte ihn abstellen. Aber ohne diese Zweifel würden wir die anderen nicht mehr entdecken und berühren wollen, würden nicht mehr neugierig sein können, auf das, was entsteht, wenn wir einander begegnen und begehren.

Ohne Zweifel und das genaue Hinhören, ohne das Dialogische, wären wir nicht mehr lernfähig, nicht mehr lustvoll, nicht mehr wir selbst.“

Carolin Emcke (2019)

© 2022 Jo Gaul, PhD